NachdenklICHes
Diesen Text fand ich gerade in einem Gästebuch. Ich steh' ja sowieso auf indianische Weisheiten...
Der Kampf im Menschen
Eines Abends, am Lagerfeuer unter Manitus großem Sternenzelt erzählte ein alter und weiser Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn
über einen Kampf, der im Menschen vor sich geht.
"Dieser Kampf, mein Sohn, geschieht zwischen zwei 'Wölfen'. In uns. In uns allen.
Der eine kämpft mit Zorn, Neid, Eifersucht, Trübsal, Klagen, Habsucht, Arroganz, Selbstmitleid, Vergehen, Groll, Minderwertigkeitsgefühl, Lügen, falscher Stolz, Überheblichkeit, Ego.
Der andere kämpft durch Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Demut, geistige Freiheit, Freundlichkeit, Güte, Einfühlungsvermögen, Großmut, Wahrheitsliebe, Mitgefühl und Vertrauen."
Ins Feuer blickend sann der Enkel eine Weile darüber nach.
Plötzlich fragte er: "Und welcher 'Wolf' gewinnt?"
Der alte Cherokee antwortete geradeheraus: "Der, den du fütterst."
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Hoffende - 10. August 08 - 1:02 Uhr
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Irgendwie hab ich diesen Spruch wohl immer falsch verstanden.
Ich hab immer gedacht, dass derjenige Stärke beweist, der es schafft, Ruhe zu bewahren.
Nun ist mir eingefallen, dass man dann Kraft gewinnt, wenn man innerlich ganz ruhig ist.
Immer eine Frage der Perspektive, aber ich glaube, Letzteres ist mit dieser Weisheit (siehe Titel) wirklich gemeint.
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Hoffende - 10. Juni 08 - 15:46 Uhr
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Heute sind mehrere Dinge passiert, die mir nicht in den Kram passten.
Teilweise waren da Leute, die mich überhaupt nicht verstanden haben, verstehen wollten. Teilweise sind sie aus der Vergangenheit aufgetaucht, teilweise neue Bekanntschaften.
Anders als früher ist, dass ich nicht mehr traurig oder deprimiert bin.
Wenn mir heute jemand die Worte im Munde herumdreht oder ganz klar zum Ausdruck bringt, dass er meinen Standpunkt nicht verstehen will, dann werde ich wütend!
Dieses Gefühl kannte ich früher gar nicht... da war nur immer eine Welle von negativen, mich bremsenden Gefühlen. Wie eine Decke, die über meine Wut gedeckt war.
Wut war in meiner Vergangenheit nie erlaubt. Ein Zeichen von Charakterschwäche.
Wut ist für mich ein Gefühl der Befreiung. Wenn sie endlich ausbricht, dann geht es mir soviel besser!
Nun sitze ich also hier und während ich diese Zeilen schreibe, beobachte ich mich und meine Wut mit den neugierigen Augen eines Kindes. Und genieße...
Wahrscheinlich war es das nicht, was diese oben erwähnten Leute erreichen wollten. Aber Schadenfreude ist wieder ein anderes Thema...

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Hoffende - 27. Mai 08 - 23:55 Uhr
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Sitzt heute ein 20-Jähriger vor mir und sagt: "Ich hab keine Zeit mehr! Ich bin zu alt!"
Da fiel mir nix mehr ein.
Ich sagte: "Ich bin 37 und fange gerade ganz neu an. Ich bin NICHT zu alt!"
Klar ist das aus dem Zusammenhang gegriffen, aber wie alt muss man denn sein, um das Leben als gesamte Zeitspanne zu sehen, die man nutzen kann?
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Hoffende - 23. Mai 08 - 19:07 Uhr
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Ich habe gerade
das hier gefunden, auf den Ursprungsbeitrag geklickt und den Film angesehen.
In der Hoffnung, dass auch im Gehirn meiner Leser kein "Nicht" ankommt:
Schau es dir nicht an!
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Hoffende - 15. Mai 08 - 0:24 Uhr
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Diesen Text habe ich heute gefunden. Ursprünglich wohl mal per E-Mail versandt... Ich finde ihn bedenkenswert.
Werner schaute noch mal auf den Tacho, bevor er langsamer wurde. 78 km/h innerhalb einer Ortschaft. Das dritte mal, dass er in diesem Jahr erwischt wurde...
Der Polizist der ihn angehalten hatte, stieg aus seinem Auto und kam mit einem Notizblock auf Werner zu.
Christian? Die Uniform irritierte zunächst, aber es war Christian aus der Kirche!
Werner sank tiefer in seinen Sitz.
Das war schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischte einen Typen aus seiner eigenen Kirche.
"Hallo Christian. Komisch, dass wir uns so wiedersehen!"
"Hallo Werner." Kein Lächeln.
"Ich sehe, du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen."
"Ja, so ist das." Christian, der Polizist, schien unsicher zu sein.
"Ich bin in den letzten Tagen erst sehr spät aus dem Büro gekommen, und war im Gedanken schon beim morgigen Familienausflug. Mit wie viel hast du mich erwischt?"
"Siebzig."
"Ach Christian, warte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho geschaut, als ich dich sah! Ich schätze, das waren 65 km/h !“
Werner konnte mit jedem Strafzettel besser lügen...
Genervt starrte er auf das Armaturenbrett.
Christian war fleißig am Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte er nicht Führerschein und Papiere sehen?
Was auch immer der Grund war, es würden einige Sonntage
vergehen, bis Werner sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde.
Ungeduldig sagte er: "Es liegt doch ganz in deinem Ermessen. Sicher habe ich eine Verkehrsregel gebrochen, aber man kann doch auch mal ein Auge zudrücken, oder?"
Christian schrieb weiter, riss dann den Zettel ab und gab ihn Werner.
"Danke." Werner konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten.
Ohne ein Wort zu verlieren, ging Christian wieder zu seinem
Streifenwagen zurück.
Werner wartete und schaute ihm im Spiegel nach. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihm dieser Spaß kosten?
He, war das ein Witz? Es war kein Strafzettel!
Doch dann las Werner:
"Lieber Werner, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie fünf Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren. Ein Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast, dann war der Mann wieder frei.
Frei, um seine beiden Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen.
Ich hatte nur eine, und ich werde warten müssen, bis ich sie im Himmel wieder in den Arm nehmen kann. Tausendmal habe ich versucht, diesem Mann zu vergeben. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich.
Und sei bitte vorsichtig, Werner. Mein Sohn ist alles, was ich noch habe.
Gruß, Christian."
Werner drehte sich um und sah Christian wegfahren. Er fuhr die Straße wieder hinunter. Werner sah ihm nach, bis er nicht mehr zu sehen war.
Erst einige Minuten später fuhr er langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung, und zu Hause angekommen, nahm er seine überraschte Frau und Benny ganz fest in die Arme.
Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. Dies ist eine sehr wichtige Nachricht, bitte gib sie weiter an deine Freunde.
Fahr vorsichtig und mit Verständnis anderen gegenüber. Vergiss nie, Autos kann man wieder kaufen. Menschenleben aber...
Schon komisch, man bekommt 1000 "Witze" per Email zugeschickt und sie verteilen sich wie ein Feuer. Aber wenn man anfängt, nachdenkliche Briefe zu versenden, die auf das Leben anspielen, denken die Menschen zweimal nach, bevor sie diese verteilen, und wem sie es verteilen, oder!?
Ich finde, diese Mail kann man nicht oft genug verteilen!
Das finde ich auch. Und ich mache es andersrum: Normale Massenmails schicke ich überhaupt nicht weiter. Nur die, die es wert sind.
Im Übrigen glaube ich nicht, dass sich ein Polizist wirklich so verhalten würde. Aber wenn... dann wär' das mal echt christlich.
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Hoffende - 11. Mai 08 - 20:49 Uhr
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"Wir haben heute größere Häuser
aber kleinere Familien.
Mehr Bequemlichkeit,
aber weniger Zeit.
Mehr Wissen,
aber weniger Urteilsvermögen.
Mehr Experten,
aber größere Probleme.
Wir haben unseren Besitz vervielfacht,
aber unsere Werte reduziert.
Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient,
aber nicht mehr wie man lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt,
aber nicht den Jahren Leben.
Wir kommen bis zum Mond,
aber nicht zur Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert,
aber nicht den Raum in uns."
David Riedl
Benediktinermönch, Rohr, Niederbayern
Gefunden:
hier.
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Hoffende - 11. Dezember 07 - 21:02 Uhr
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Nun ist er auch weg. Erst sie, dann er. Wir haben schöne Stunden zusammen verbracht, aber dann sind wir im Streit auseinandergegangen. Keine Versöhnung möglich. Nun wird sie nie wieder möglich sein.
Hinterblieben die Oma und ein erwachsenes, körperlich schwerstbehindertes Kind. Früher meine beste Freundin. Heute will sie nichts mehr von mir wissen. Keine Versöhnung möglich...
Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Es war klar, dass es irgendwann so kommt.
Nie wurde drüber gesprochen. Und nun?
Nie wieder werden wir reden, Wein trinken, rumalbern und uns freuen, dass wir zusammen sind. Ich nehme allein Abschied und hoffe, dass er sieht, dass ich mit meinem neuen Leben glücklich bin. Vielleicht kann er verzeihen.
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Hoffende - 22. Oktober 07 - 0:07 Uhr
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Hoffende - 08. Oktober 07 - 22:16 Uhr
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Den folgenden Text habe ich
hier gefunden. Nicht in allen Details stimme ich damit überein, aber der Grundtenor ist einfach so treffend...
Wo sind sie?
Die wahren Krieger!
Die Konsequenten.
Die Echten!
Die Unmaskierten,
die Ritter der Neuzeit?
Gibt es sie noch?
Wohin ich auch blicke,
sehe ich nur noch Falschheit.
Lügen.
Masken.
Versteckte.
Traurige.
Depressive.
In der Werbung, auf Titelblättern,
Plakaten und Zeitungen…
Endlich in einem Internetforum für Fotografie,
ein Bild von einer wunderschönen Frau.
Mit Muttermalen auf der Haut,
unoperierten Brüsten…
Da kommt schon der erste Kommentar eines Mannes:
„Die Hautflecken sind GRAUSAM!“
Spinne ich?
Grausam?
Ich fass es nicht.
Natürlichkeit als grausam zu bezeichnen.
Alles wegretuschieren.
Verschönern?
Plastik!
Zeitungscover-Models verändert bis zur Unkenntlichkeit.
Im Sinne der Männer?
Ausstrahlung weggeschminkt.
Figur runtergehungert.
Lächeln eingefroren.
Haare gefärbt.
Fingernägel dran geklebt.
Natürlichkeit aufgemotzt.
Lippen aufgespritzt.
Bauch abgesaugt.
Augenbrauen wegrasiert und aufgemalt.
Hirn zugekokst.
Körperhaare wegrasiert.
Leere Blicke.
Small Talk.
Verlernen wir zu unterscheiden
zwischen Realität und Phantasie?
Ich gehe durch die Strassen und sehe Uniformen.
Jeans.
T-Shirts.
Uniformiert- alle gleich.
Strähnchen gefärbt und
Rosa Gürtel und Hüfthosen
von H&M oder C&A
Und Handtaschen
Und Golf-Fahrer und Aufkleber
Auf den Heckscheiben-
vom letzten Almfest…
Ich schüttle meinen Kopf.
Wo sind sie nur hin?
Die Echten- die Wahren!
Die Lebendigen!
Die Individuellen!
Wo sind sie???
Eine alte Frau füttert Tauben.
Stumpfer Blick.
Eigentlich schon tot.
Überall zubetoniert.
Bäume klammern sich am letzten Rest Erde fest.
Überall Brunnen in der Stadt.
Mit Chlortabletten rein gehalten.
Flussbettverbauung- das neue Modewort.
Sogar bei uns im Dorf.
Hochwasserkatastrophen.
Das kommt davon.
Die Flussgeister lassen sich eben nicht lenken.
Was lernen sie in der Schule?
Die wichtigen Dinge?
Wie geht man mit Liebeskummer um?
Was macht man wenn man vergewaltigt wurde?
Was ist Missbrauch?
Wie sagt man NEIN ohne weh zu tun,
und wie geht man mit Behinderten um?
Was ist Homosexualität und warum sind manche schwarz?
Nein, wir lernen Einmaleins und Rechtschreibung,
und in welchem Jahr irgendein Held einen Krieg gewonnen hat.
An welchen Krankheiten man im Mittelalter starb und
welche Länder bei der EU sind.
Das Schulfach Zwischenmenschlichkeit und
Individualität und Toleranz- das fehlt…
Verzweifelt suche ich in den Gesichtern
nach Wahrheit.
nach Wirklichkeit.
Ganz selten nur
kommt ein Lächeln zurück.
Ganz selten nur findet man
in den Pupillen noch
Lebensfunken und Kraft.
Die Männer haben Angst vor echten Frauen,
sie verlernen damit umzugehen.
Die „echten“ sind ja auch rar geworden,
man muss sie suchen.
Die Kinder haben Angst,
sie lesen BRAVO.
Zugekokste Superstars,
kriminelle Rapper und
besoffene Vorbilder.
Magersucht und Suizidversuche,
Arme zerschnitten und Träume vom Tod.
Aufwachen!
AUFWACHEN!
Das Leben wartet auf Euch!
Kopf hoch und Schultern zurück!
Und Brust raus!
Traut euch doch!
Wehrt euch!
Lasst es nicht zu!
Geht nicht den selben Trott!
Schlaft nicht ein!
Wo ist die Individualität hingekommen?
Lasst Haare wachen und Dreadlocks spriessen,
zieht bunte Ringelsocken an
und strickt euch eure Jacken selber!
Pflückt die Blumen der Stadtverwaltung
und bringt sie der alten Oma ins Heim!
Bringt die Kinder zum lachen und
Die Hunde zum bellen!
Lasst euch keinen Maulkorb umlegen!
Das Leben wartet auf euch!
Lasst euch nicht leben,
sondern LEBT SELBST!
Danke, majun.
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Hoffende - 07. August 07 - 13:27 Uhr
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