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Du kannst die Menschen...
und ich habe es aufgegeben die Menschen verstehen zu...
wandlerin - 4. Nov, 23:51
So etwas ist schlicht...
So etwas ist schlicht weg Verbohrtheit!!
Frau Tupfelmaus - 3. Nov, 22:38
Ja, leider gibt es solche...
Ja, leider gibt es solche Menschen immer noch. Aber...
stardustnellie - 3. Nov, 19:19
*kopfschüttel* .....auch...
*kopfschüttel* .....auch diese Menschen hat der...
Blitzi - 3. Nov, 13:57
Hat man sowas schon erlebt?
Ich hatte doch letztens berichtet, dass eine frühere...
Hoffende - 3. Nov, 13:27
Eigentlich kenne ich...
Eigentlich kenne ich deinen Mann nicht... glaube ich......
Hoffende - 1. Nov, 18:31
Das Niveau von Pommes...
Das Niveau von Pommes - HAHAHA!!! Der war gut... *kicher*
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Du kennst meinen Mann? Empathie...
Du kennst meinen Mann? Empathie hat nicht jeder, leider. Sonst...
Stellar - 1. Nov, 16:30
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Trick_17 - 31. Okt, 11:12
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Hoffende - 30. Okt, 13:40

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Hach, es ist doch immer...
Hach, es ist doch immer wieder schööön!!!
FrauTupfelmaus - 4. Nov, 00:45
Mensch, jag mir doch...
Mensch, jag mir doch nicht so einen Schreck ein! Ich...
FrauTupfelmaus - 3. Nov, 13:07
Das ist leider ein Phänomen...
Das ist leider ein Phänomen unserer Zeit. Es hört...
bueroklammer - 3. Nov, 13:06
Auf sowas steh ich total!...
Auf sowas steh ich total! Unverkäuflich heißt...
FrauTupfelmaus - 2. Nov, 14:51
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Na das ist die Hauptsache! Für mich hört...
herrb - 2. Nov, 14:50
WOW!!! Ich erstarre in...
WOW!!! Ich erstarre in Bewunderung!
Bisch - 1. Nov, 21:37
Eigentlich kenne ich...
Eigentlich kenne ich deinen Mann nicht... glaube ich......
hoffende - 1. Nov, 18:31
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Das Niveau von Pommes - HAHAHA!!! Der war gut... *kicher*
hoffende - 1. Nov, 18:30

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HistorICHes

Sonntag, 4. Oktober 2009

Zeitreise - 04.10.1989

Paß- und visafreier Verkehr zwischen DDR und CSSR zeitweilig ausgesetzt
Berlin
(ADN)
Aufgrund der Berichte, die der DDR zur Verfügung stehen, bereiten bestimmte Kreise in der BRD weitere Provokationen zum 40. Jahrestag der DDR vor, die gegen Ruhe und Ordnung gerichtet sind.
Nach Konsultation mit der CSSR wurde die Vereinbarung getroffen, zeitweilig den paß- und visafreien Verkehr zwischen DDR und CSSR für die Bürger der DDR mit sofortiger Wirkung auszusetzen.

Dieser Artikel stand am 04.10.1989 in der Sächsischen Zeitung.

An diesem Tag musste ich, wie jeden Tag, auf dem Dresdner Hauptbahnhof umsteigen. Und wie fast jeden Tag verpasste ich auf dem Heimweg meinen Anschlusszug und hatte eine halbe Stunde Zeit, bis der nächste fuhr. Ich nutzte die Zeit für einen Bummel auf die Prager Straße. Mir fielen dort die vielen Menschen auf, die scheinbar gleichgültig irgendwo herumsaßen. Decke, Rucksack, Thermoskanne. Worauf warteten denn die?

Ich erfuhr später erst, dass es "DIE" Züge waren. Jene, die von der BRD-Botschaft in Prag aufgrund Honeckers - nennen wir es ruhig mal so - Sturheit partout über das Gebiet der DDR fahren mussten. Und damit über Dresden. Und dass die scheinbar gleichgültigen Menschen auf der Prager Straße auf eine Möglichkeit hofften, auf die Züge aufspringen zu können (was wohl auch einigen gelungen ist, z.B. einem ehemaligen Lehrer von mir).

Im Rahmen der Auseinandersetzung der wohl erst später am Tag anwesenden Polizei gab es mehr als nur Handgreiflichkeiten. Ich würde sagen, es war die einzige geballte Gewaltaktion der ganzen Wendezeit.
Ich habe abends im Bett fremde Geräusche aus der Stadt gehört, es hörte sich an wie Lautsprecherdurchsagen.

Am nächsten Tag war in der Zeitung zu lesen (übrigens wesentlich kleiner als oben stehender Artikel):

Störung im Zugverkehr
Dresden
Wei das Transportpolizeiamt Dresden informierte, kam es im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten von zeitweiligen Regelungen des Reiseverkehrs zwischen der DDR und der CSSR in den Morgenstunden des gestrigen Tages durch rowdyhaftes Verhalten von Personen zu Störungen der öffentlichen Ordnung auf dem Dresdner Hauptbahnhof, wobei der Zugverkehr behindert wurde. Dabei ereignete sich ein Unfall, bei dem eine Person durch einen ausfahrenden Leerzug schwer verletzt wurde. In den Abendstunden kam es am Hauptbahnhof erneut zu Ausschreitungen, die den Einsatzt der Volkspolizei und zeitweilige Umleitungen für den Fahrzeugverkehr erforderlich machten.


Dieser Artikel war natürlich glatt gelogen. Die DDR-Bürger haben sich ja Vieles gefallen gelassen und sind immer ruhig geblieben oder haben nur hinter vorgehaltener Hand gemeckert. Aber dass nun auch noch die letzte offene Grenze dicht gemacht wurde - also das war doch vollkommen klar, dass das das ohnehin übervolle Fass total zum Überlaufen bringt!

Da die Polizei Wasserwerfer benutzt hatte, kamen am Abend die Randalierer mit Brandflaschen und lieferten sich ein wahres Gefecht, das über mehrere Stunden ging. Ich hörte es wieder abends im Bett und konnte nicht einschlafen, weil ich so aufgewühlt war. DAS gab es noch nie und das war bedenklich!

Als ich am nächsten Morgen zum Hauptbahnhof kam, war ich schlichtweg sprachlos. Es gab beinahe keine Scheibe, die nicht mindestens ein rundes Loch hatte (Steinschläge) oder total kaputt war. Die Uhr am Bahnhof war zerstört. Ebenso Fahrkartenautomaten, Schilder, Informationskästen... Die Eingangstüren kaputt, die Diensträume der Reichsbahnmitarbeiter verwüstet. An sämtlichen Ausgängen standen bewaffnete Sondereinsatzkräfte mit scharfen Hunden - ich kam mir vor wie im Ausnahmezustand.
Unzählig viele Menschen befanden sich auf den Bahnsteigen, aber kaum ein Zug fuhr.
Ich fragte einen Mitarbeiter der Deutschen Reichsbahn (ja, so hieß das damals bei uns), ob denn ein Zug in Richtung Meißen führe. Er sagte gedehnt: "Jaaa..." Ich fragte: "Und wann?" Er meinte, das wüsste er nicht, ich könne froh sein, wenn heute überhaupt noch einer führe. Tatsächlich konnte ich mit ca. 1,5 Stunden Verspätung doch noch zum Studium erscheinen. Allerdings hat an dem Tag eher keiner studiert, denn alle wollten wissen: "Wie sieht's in Dresden aus?"

Der materielle Schaden wurde später auf 175000 Mark geschätzt. Ein ganz neuer Mitropa-Imbisswagen im Wert von 33000 Mark war völlig zerstört worden.

Übrigens wurde der pass- und visafreie Verkehr erst ab dem 01.11.1989 wieder zugelassen. Das war viiiel zu viel Zeit, um dem Zorn der Massen so richtig Nährboden zu geben.

Ansonsten... hätte alles etwas beschaulicher vonstatten gehen können, wie es ja DDR-typisch war. Dann hätte man vielleicht noch dieses Land retten können. Aber so wurde der Bogen überspannt und das Volk ist im Zorn über das Ziel hinausgeschossen. Denn damals... am 04.10.1989, ungefähr um die Uhrzeit jetzt... da hat noch KEINER an die deutsche Einheit gedacht. Da wollten die Leute einfach nur Reisefreiheit. Hätte man sie mal gelassen. Irgendwann hätte die BRD kapituliert und ihrerseits die Grenzen dicht gemacht. Man stelle sich nur die Erhöhung der Arbeitslosenzahlen vor... *frech grins*

Sonntag, 20. September 2009

Nostalgie pur

(Vorspann geht bis ca. 1:30)


Der kleine Junge in dem Film könnte mein Papa sein...
Das Lied hat jedes Kind in der DDR in der Schule gelernt und weil es schon so alt ist, kannten es bald mehrere Generationen. Ganz oft, wenn wir in den Urlaub fahren wollten und beim Kofferpacken waren, haben wir das zu Hause gesungen. Heute noch bekomme ich Urlaubsgefühle, wenn ich das höre.

Hat einer 'ne Ahnung, wo man diesen Film herbekommt? Ich glaube, ich könnte meinen Eltern damit eine riesige Freude machen.

Freitag, 18. September 2009

Trickfilme aus meiner Kinderzeit

Lange vergessen und beim Surfen wiedergefunden:



"Hase und Wolf" - ein ständiger Stammgast in Sendungen wie "Alles Trick" oder "Wunschbriefkasten". Immer wieder gezeigt auf Kindergeburtstagen, Schmalfilm ohne Ton - was aber egal war, weil wir eh wussten, wo wir "Nu (sajez) pogodi!" sagen mussten. Das heißt übrigens "Na warte (Hase)!"

Für "Pom-Pom" habe ich leider keine deutsche Entsprechung gefunden, aber das hier reicht eigentlich schon. Der Vorspann fehlt leider (kann man hier angucken. "Ihr wisst nicht, wer Pom Pom ist? Das könnt ihr auch nicht, weil Pom Pom mal so und mal so aussieht..." und dann die Bilder beachten. Dann kommt das Mädchen ins Spiel.)

Zurück zu dieser Geschichte hier, sie handelt von dem legendären Vogel namens "Arthur der Kloß", der nicht mehr fliegen kann, weil er am liebsten Schokolade isst. Und dann wird aufgezählt, welche. "Runde Schokolade, eckige Schokolade, lange Schokolade, kurze Schokolade, Blockschokolade, Schokolade mit Löchern, eingepackte Schokolade, Ringschokolade, Luftschokolade, weiße Schokolade, Likörschokolade, Schokoladeneier..." (nicht vollständig, ich kann kein Ungarisch) Was dann passiert, zeigt der Film.



Hier hab ich noch was für's Schwesterli gefunden:



kch - kch - kch! zwinker

Und dann ist da noch was für die Älteren. Mein jüngeres Schwesterli kann sich jedenfalls an diese Serie nicht erinnern: "Heißer Draht ins Jenseits". Angeblich existieren keine Filmrollen mehr, weswegen die Serie nicht mehr im Fernsehen gezeigt werden kann. Nun ja, im Internet geistert sie trotzdem rum. Der Vorspann ist einfach genial und die ganze Serie wurde auch von meinen Eltern geguckt. Familienfernsehen!



Am Ende noch der Klassiker schlechthin: "Alarm im Kasperletheater".


Sonntag, 9. August 2009

Erinnerung

Ende der 70-er Jahre, Anfang der 80-er Jahre kam in unser Wohnviertel immer der Milchmann. Er hielt in unserer Straße mit seinem seltsamen Bus-LKW, öffnete seine Klappe an der Seite, so dass das Auto zu einem Verkaufsstand wurde. Er hatte laut gehupt (eklig durchdringendes Geräusch) und nun kamen aus allen Richtungen Frauen und Kinder angelaufen, die kleine Behälter in den Händen hatten. Bei mir war es ein 2-Liter-Eimerchen aus Plaste (orange mit weißem Henkel), mit dem mich meine Mutter losgeschickt hatte. "Anderthalb Liter Milch bitte." Der Milchmann hatte eine zylinderförmige "Kelle" (eher ein Zylinder mit Stiel dran) und schöpfte die Milch direkt in mein Eimerchen. Für "anderthalb" Liter musste er 3x schöpfen. Wieviel ich bezahlt habe, weiß ich leider nicht mehr. Heute wäre so ein Verkauf wohl aus hygienischen Gründen undenkbar, aber damals...
Später gab es dann auch Eier beim Milchmann, aber bevor er zum wirklichen Eiermann werden konnte, kam er nicht mehr. Er verschwand im Nirgendwo und heute vermisse ich ihn noch immer.

Die Milch wurde bei uns zu Hause in verschiedene Gefäße gefüllt. Zum Teil wurde sie abgekocht, zum Teil gleich getrunken, zum Teil aber auch in Schälchen stehen gelassen. Meine Mutter hat gerne mal die saure Milch getrunken. Igitt!!!

Heute im Fernsehen kam eine Sendung über Allergien. Eine Studie belegt, dass Kinder, die auf dem Bauernhof ihre Kindheit verbracht haben, nur halb so oft an Allergien erkranken wie Stadtkinder. Das regelmäßige Trinken von frischer(!) Kuhmilch verringert die Gefahr nochmal. Als Fazit der Sendung wurde empfohlen, Kinder im Kuhstall spielen zu lassen...
Da fiel mir der Milchmann wieder ein.
Vielleicht achten wir alle viel zu sehr auf Hygiene und Sauberkeit (vor allem bei Kindern) und geben dem Körper überhaupt keine Gelegenheit, sich gegen Keime abzuhärten.

Die Milch beim Milchmann hat jedenfalls noch viel intensiver geschmeckt als das wässrige Zeugs heutzutage (aber sie ist auch viel schneller verdorben, darum kam der Milchmann auch 2x pro Woche). Was da wohl noch drin war, das heute fehlt?

Sonntag, 24. Mai 2009

Aber... es war doch alles ganz anders...

Ich verfolge immer die TV-Sendungen, die über die DDR bzw. über die Wendezeit gemacht werden. Momentan häuft es sich ja wieder, da wir in diesem Jahr den 20. Jahrestag des Mauerfalls begehen werden.

Schon in den bisherigen Sendungen, in letzter Zeit aber immer mehr, fällt mir auf, dass es in der DDR nur 2 Seiten gegeben haben kann: die parteitreuen Stasileute und die anderen, die mit Ersteren ständig im Clinch lagen. Sowieso wurden ja alle Leute in der DDR von der Stasi verfolgt, sofern sie nicht dazugehörten. Und alle - ALLE!!! - waren absolut gegen diesen Staat und fühlten sich eingesperrt, ihrer Freiheit beraubt und warteten nur auf eine Möglichkeit, dieser fürchterlichen DDR zu entkommen.

SO WAR ES ABER NICHT!!!

Es war durchaus ein Leben in der DDR möglich... Meinen Eltern z.B. ging es immer gut. Dass sie nicht gleich eine Wohnung bekamen, lag nicht etwa daran, dass sie Hartz IV oder Ähnliches bezogen, sondern es gab schlichtweg keine passende. Welcher Grund zieht denn eigentlich mehr Unzufriedenheit nach sich?

Beide Elternteile hatten Arbeit, sie konnten mich und später meine Schwester selbstverständlich in die Kinderkrippe und dann in den Kindergarten bringen. Heute heißt das Kita... "Tagesstätte". (Warum wand man sich ab vom Wort "Kindergarten"? Erfunden von Fröbel mit vielen tollen Ideen, die heute wie das Fahrrad wieder neu erfunden werden?) Dort bekamen wir selbstverständlich warme Mahlzeiten und die Krippen und Kindergärten hatten von 6 Uhr an geöffnet.

In der Schule habe ich mich darüber gefreut, endlich dazuzugehören und zu Festlichkeiten auch mein blaues Halstuch umbinden zu können. Als ich dann das rote hatte, trug ich es aus praktischen Gründen auch mal in der Hosentasche, aber nicht aus Verachtung, sondern aus Mangel an sonstigen Taschen.
Pionier sein... das hieß für mich, Vorbilder wie Timur und seinen Trupp zu haben. Hilfsbereit und ehrlich zu sein.

Heute wird das immer in die Schublade des Mitläufertums gesteckt, vielleicht gehört es dort hinein - aber was ist schlimm an diesen meinen Vorbildern und Wünschen? Schwachen zu helfen, ohne an einen Verdienst zu denken einfach mal mit zuzugreifen?

Das politische Zeugs in der FDJ hat mich nicht mehr interessiert. Aber nach den Pionieren kam nunmal die FDJ. Und für mich war das die Möglichkeit, eine Funktion, eine Aufgabe in unserer Klasse zu übernehmen, ohne die ich wahrscheinlich als Persönlichkeit versauert wäre.

Die Unzufriedenheit im Land war da (1986) schon spürbar. Jeder meckerte über irgendwas. Aber ist das heute anders? Wer identifiziert sich denn heute 100%-ig mit Deutschland? Wer meckert nicht über viel zu hohe Managergehälter, über Diätenerhöhungen, über die nicht vorhandene Sicherheit der Renten, über Dauerinflation, über den Euro an sich, über die vielen Ausländer, über die Steuerpolitik, über Merkel, über wasweißichnochalles?

Jeder denkt doch durch die ganzen TV-Beiträge, dass die Leute in der DDR ihrer Sicherheit in den Arsch getreten haben, dass sie das billige Brot, die Subventionen für Kinderkleidung, die durchorganisierte Krankenversorgung usw. nicht mehr haben wollten! Dass sie ach-so-vorausschauend gewesen sind und erkannt haben, dass die DDR pleite geht...

Um den 17. Juni 1953 wird ein Wahnsinns-Geschiss gemacht, da waren 10.000 Leute in Berlin auf der Straße. Heute gehen Hunderttausende demonstrieren und keiner redet davon...

Was nicht wirklich im Zusammenhang dargestellt wird, ist die Tatsache, dass das Elend mit Polen anfing. Unsere sozialistischen Freunde hatten andere Vorstellungen vom Sozialismus als die DDR. Plötzlich war die Grenze dahin zu - für viele gingen beliebte Ausflugs- und Urlaubsziele verloren. Freundschaften konnten nicht mehr wie üblich gepflegt werden.

Übrig blieb die CSSR, von da aus fuhren viele nach Ungarn in den Urlaub. Klar hätte man auch nach Bulgarien und Rumänien gekonnt, aber das war mit dem Auto vielen zu weit. Unsere Familie hat immer in der DDR Urlaub gemacht. Ab und zu Tagesausflüge in die CSSR. Ich habe NICHTS vermisst, wirklich! Nichts! Ich fühlte mich nicht eingesperrt, ich wollte nicht woandershin.

Als die Ungarn plötzlich den sogenannten Eisernen Vorhang geöffnet haben und plötzlich ganz viele (aber eben nicht alle!) DDR-Bürger Urlaub in Ungarn machen wollten - rein zufällig - da machten die DDR-Obersten mal eben die Grenze zur CSSR zu. Das ging dann vielen doch zu weit. Und als dann noch ein angeblich neues Reisegesetz rauskam, das in den entscheidenden Paragrafen nach nichts als Gummi klang, da wurde die Wut groß und die Hilflosigkeit des Staates überdeutlich.

Und DA gingen die Leute auf die Straße. DAS brachte das Fass zum Überlaufen. Nichts anderes, das hier immer dargestellt wird, das sind Lügen...

Unsere Familie ging dann auch mit demonstrieren. Auf unserem Schild stand "Reisefreiheit - unser Recht" und bezog sich einzig und allein auf unsere nichtmehrmöglichen Tagesausflüge in die CSSR.

Ich ging auf viele Demos, in viele Foren (so wurden die öffentlichen Gesprächsrunden damals genannt), diskutierte viel mit. Wir hatten die große Hoffnung, etwas bewegen zu können, unsere DDR besser zu machen. Ich wollte nicht die Pionierhalstücher abschaffen. Und dass zu Feierlichkeiten mit einem Appell auf das Ereignis eingegangen wurde, finde ich nach wie vor passend, denn das erzeugte etwas Ehrfurcht. Mit dem 3. Reich oder Militarismus habe ich das nie verbunden, auch heute nicht. Ich finde, dass Respekt und ein gewisses Benehmen Grundpfeiler einer funktionierenden Gesellschaft sind und dass so ein Appell genau das erzeugen kann. Militarismus hin oder her. Im Rahmen eines Appells kann ein Baum gepflanzt werden. Dann war jeder bei der Pflanzung dabei und jeden Monat ist eine andere Klasse dran mit Gießen. Was ist daran militärisch?!

Im Nachhinein habe ich erfahren, dass die UdSSR damals Summen in Milliardenhöhe bekommen hat, um der Wiedervereinigung zuzustimmen. Und dass die Bundesregierung den Franzosen damals schon versprochen hat, dass Deutschland beim Euro auf jeden Fall mitmachen wird - damit die auch zustimmen. Das ganze schöne Geld - das für die SU und das durch den Euro verlorene - hätte man auch in die DDR stecken können... um eine vernünftige Wirtschaft aufzubauen. Und dann ein behutsame Angleichung zu vollziehen - von beiden Seiten gleichmäßig.

Dann hätten wir heute noch Polikliniken, ein dichtes Netz von Kindergärten und Kinderkrippen, Vollbeschäftigung, keine oder wenig Arbeitslose usw. usf.

Die DDR ist gekauft worden. SO ist das damals gewesen und nicht anders.

Ich begehe den Tag des Mauerfalls als eine riesengroße, nicht genutzte Chance. Und als Zeichen, dass die Menschen immer noch nix gelernt haben. Im Tierreich frisst der Starke den Schwachen. Die Menschen sind in dieser Hinsicht absolut nicht anders.

Freitag, 8. Mai 2009

Pittis Stimme ist tot.

Eben las ich es bei Herrn B..



Er hat auch Herrn Fuchs gesprochen.


Und Herrn Uhu. Aber mit dem hab ich kein Video gefunden.

Jetzt bin ich traurig - wieder ein Stück der Kindheit weg.

Dienstag, 5. Mai 2009

Erinnerungen an Dresden - Videos





Dabei gefunden hab ich dieses:

...und nun bin ich doch etwas wehmütig geworden. traurig

Aber nun noch ein paar Fotos, wenn wir schonmal bei dem Thema sind.






...und das ist noch 'ne ganz persönliche Kindheitserinnerung. Die Soldaten, die das Mahnmal bewacht haben, haben tatsächlich immer nur stur geradeaus geguckt. Ich ab das als kleines Mädchen ausprobiert, bin gaaanz nah rangegangen. Ich konnte es sehen. Und der Soldat hat weder mich noch sonstwen auch nur eines Blickes gewürdigt. Dieses Trauma schleppe ich bis heute mit mir herum... schattengrins

Samstag, 28. März 2009

Mein Lieblings-DDR-Witz

Ein Handwerker hat einen Auftrag und sucht und sucht am Klingelschild nach dem Namen.
Schließlich klingelt er irgendwo: "Ich suche die Familie Müller!"
Antwort: "Ach, die wohnen schon lange nicht mehr hier, die sind vor einem halben Jahr umgezogen!"
Brabbelt der Handwerker vor sich hin: "Sowas hab ich gerne. Erst einen dringenden Eil-Termin machen und dann einfach wegziehen."

schattengrins

Sonntag, 22. Februar 2009

Mosaik-Wert

Wie ich hier schon schrieb - die Verrückten werden nie alle.

Eben fand ich das Gebot für das allererste Mosaikheft, also die Nummer 1 der Digedag-Serie (Nichtkenner mögen mir diesen unerläuterten Beitrag verzeihen - es geht um DAS Comic der DDR).

Ich werde die Summe nach Ablauf der Auktion hier vermerken. Wer Interesse und viel Geld hat, sollte in den nächsten knapp 6 Stunden mal hier klicken.

Edit: 2309,00 Euro!!!

Sonntag, 1. Februar 2009

Zeitungszeugen

Homepage hier lese ich gerade, sporadisch. Erste Nummer gelesen, 2. Nummer leider verpasst. Die 3. hole ich wieder - ist für mich hoch interessant.

Obwohl ich mit den Parolen der kommunistischen Zeitung "Der Kämpfer" aufgewachsen bin (ist mir alles sehr vertraut - vom Antifaschisten bis hin zur ständig anwesenden Einheit), kommt mir die Tonart dieser Zeitung heute BILDzeitungsmäßig reißerisch vor. Revolverblatt hieß die damals und ist "Der Kämpfer" in meinen Augen von heute. Da ist sogar "Der Angriff" von den Nazis noch gemäßigt. Ich hätte damals sicherlich die DAZ gewählt - wie wahrscheinlich viele in der Zeit, die heute als "Mitläufer" betitelt werden.

Trotz heftiger Diskussionen um das Für und Wider der Zeitungszeugen ergreife ich sehr gerne die Chance, mir endlich mal selber ein Bild machen zu können. Wie wurden die Leute denn damals beeinflusst? Gab es wirklich nur noch Anti-Juden-Hetze u.dgl.? Was heute nur hinter vorgehaltener Hand gesagt werden darf, steht in den Zeitungen schwarz auf weiß und gibt wirklich ausgezeichnet den Zeitgeist wieder.

Die Kommentare zu einzelnen Artikeln befinden sich nicht in den Zeitungen selbst (was ich als sehr störend empfinden würde), sondern in einer Extra-Beilage. Sie erfüllen, was ich von Kommentaren erwarte: Hinweise auf interessante Stellen und Einordnung in einen zeitlichen Kontext bzw. Ergänzung fehlender Informationen, um einzelne Artikel im Nachhinein verstehen zu können.

Prima!

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