Als ich Ende Oktober letzten Jahres zum Ü-35-Check ging, war das nur "einfach so mal", weil ich dachte, das könnte nicht verkehrt sein.
Bei dem Check wurde mir auch Blut abgenommen und die Werte von Kreatinin und Harnstoff waren dramatisch erhöht. Der Arzt ist bald in Ohnmacht gefallen. ICH fiel aus allen Wolken. Andererseits schaltete sich bald mein Kopf ein, der genau wusste, wieviele Schmerzmittel ich immer nahm.
Heute weiß ich, dass ein Großteil meiner Einzelleiden auf die Nierengeschichte zurückzuführen ist.
- ständiges Frieren und Kälteaversion
- Rückenschmerzen, besonders im Lendenbereich
- Wassereinlagerungen in den Beinen, verquollene Augen am Morgen
- unerklärbare Kopfschmerzen
- abnehmende Libido
- Abgeschlagenheit
- nächtliche Krämpfe (gestörtes Säure-Basen-Gleichgewicht)
Tja, mit dem Wasser war ich beim Hausarzt, bekam Wassertabletten, die nicht geholfen haben. Mit den Kopfschmerzen war ich beim Hausarzt und beim Neurologen, die mir Diclofenac(!) empfahlen - dies schädigt die Nieren in Nullkommanix. Mit dem Rest habe ich meinen Lebensgefährten belästigt...
Ich möchte gerne allen, die an meiner Geschichte hier teilhaben, sagen: Wenn euch irgendwas unklar ist, was eure Gesundheit betrifft, geht lieber einmal zuviel zum Arzt! Drängt ihn dazu, ein Blutbild zu machen (am besten ein großes). Das zahlt vielleicht nicht die Krankenkasse (nur bei medizinischer Indikation), aber die Summe ist gering im Vergleich dazu, was ihr euch ersparen könnt! (Beim Ü-35-Check zahlt die Kasse ein kleines Blutbild.)
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GesundheitlICHes -
Hoffende - 30. April 09 - 20:23 Uhr
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Ich hatte ganz vergessen verdrängt, von meinem letzten Besuch beim Nierenarzt zu berichten. Der war schon am letzten Freitag.
Nach den letzten Blutuntersuchungen bestätigt sich die Befürchtung, dass der Trend eher nach unten geht. Im November waren es noch 20-25% Funktion, jetzt sind wir bei 10-11% angekommen.
Damit fand nun auch das ausführlichere Informationsgespräch über die "Ersatzverfahren" statt. Transplantation, Hämo- oder Bauchfelldialyse. Mit meiner Vorgeschichte, meinem unregelmäßigen Tagesablauf, auf Grund meines Alters (bzw. "Jungers" *grins*) und noch vielen anderen Gründen wird es auf die Bauchfelldialyse hinauslaufen. Es ist nur noch die Frage des Zeitpunktes.
Da die Bauchfelldialyse vielen nicht so geläufig ist wie die, wo man stundenlang "angekabelt" dasitzt, werde ich in der nächsten Zeit mal darüber informieren, denke ich.
Die Information, dass ich bei einer Transplantation bis an mein Lebensende Tabletten einnehmen muss, habe ich nur am Rande zur Kenntnis genommen. Ich schlucke jetzt schon einige, ohne die es nicht mehr gehen würde.
Ich bin nicht erfreut über diese Entwicklung. Aber inzwischen habe ich mich mit dem Gedanken einigermaßen abfinden können. Das Leben geht weiter! Es gibt noch so viel zu genießen... und ganz ehrlich: Lieber einen Schlauch im Bauch oder Tabletten wegen eines neuen Organs nehmen - statt der wahnsinnigen Kopfschmerzen, die ich immer auszuhalten hatte!!! Ich bin mit dem Tausch einverstanden.
Mit meinem Gesamtzustand bin ich allerdings noch nicht glücklich. Obwohl meine roten Blutkörperchen wieder zahlreich genug sind, so dass ich mal mit den Spritzen aussetzen darf, die die Blutbildung anregen sollen, fühle ich mich nicht leistungsfähig.
Obwohl mein Blutdruck innerhalb normaler Parameter zu liegen scheint (oh je... schönen Gruß an Data!!), bin ich oft sooo schlapp und müde. Manchmal brauche ich zwischen 10 und 12 Stunden Schlaf, um nach 8 Stunden wieder todmüde zu sein.
Ich bin sehr tatendurstig, aber andererseits antriebslos. Sprich: Ich möchte gerne viel tun, kann mich aber entweder nicht dazu aufraffen oder bin viel zu früh ausgepowert. Einmal Staub saugen und ich kann mich in die Tonne kloppen. Einmal Essen kochen und es reicht. Einmal Gassi gehen (15-20 Minuten) und ich muss ausruhen.
Meine Schmerzen haben sich sehr reduziert. Ich habe nur noch 1 bis 2 Schmerztage pro Woche. Meist 8 bis 24 Stunden lang. In guten Phasen bin ich sogar mal 10 Tage am Stück fast schmerzfrei. Fast schmerzfrei bedeutet, dass ich keine Beeinträchtigungen durch die Schmerzen erlebe. Das genieße ich sehr!
Ich hoffe, dass ich während der Dialyse oder nach einer Transplantation noch weniger Schmerzen haben werde und mich vielleicht insgesamt noch besser fühle - das wäre ein Traum!!!
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GesundheitlICHes -
Hoffende - 29. April 09 - 1:08 Uhr
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Die Leute da sind ja witzig.
Man hat also einen Fallmanager. Soweit, so gut. Da dieser aber permanent mit Papierkram überfordert ist und für seine Fälle eigentlich gar keine Zeit hat, wird der Fall - also der arbeitslose Hartz-IV-Empfänger zu einer privaten Arbeitsvermittlung geschickt. Diese hat Räumlichkeiten des Arbeitsamtes gemietet. So kriegt das Arbeitsamt noch Kohle dafür, dass es seine eigentliche Aufgabe nicht erfüllt.
Der private Arbeitsvermittler nimmt alle Daten nochmal auf, die das Arbeitsamt schon hat, und erstellt ein weiteres Erfahrungsprofil. Dann sollte man vom Privaten Arbeitsangebote bekommen, weil das eigentliche Arbeitsamt das nicht schafft.
Im Gegensatz zum Arbeitsamt erhält man für jeden Termin beim Privaten Kilometergeld für die Anfahrt, ebenso für die Fahrten zu Vorstellungsgesprächen. Das finde ich gut!
Da der Private Arbeitsvermittler aber für eine Vermittlung vom Arbeitsamt Provision bekommt, frage ich mich, ob es nicht einfacher wäre, ein paar neue fähige Leute im Arbeitsamt einzustellen, diese in die Räume des Privaten zu setzen, das Kilometergeld selber zu zahlen und einen Haufen Kohle zu sparen...?!
Für uns ist es freilich besser beim Privaten. Sehr viel mehr Engagement, sehr viel mehr Freundlichkeit, wirkliches Eingehen auf den Einzelfall, kein Zwang, regelmäßige Treffen im Abstand von einem Monat. Das ist vorbildliche Betreuung.
Wieso kriegt das das eigentliche Arbeitsamt nicht hin?
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NachdenklICHes -
Hoffende - 27. April 09 - 12:05 Uhr
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Heute klingelte es. Nach meinem unfreundlichen Anruf und dem Hinweis auf den Grund der Kündigung meiner Mitgliedschaft bei der Krankenkasse am Donnerstag kam heute endlich endlich endlich
mein Blutdruckmessgerät!!!
Ja, ist es denn zu fassen? Ich ziehe die Kündigung trotzdem nicht zurück.
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LebendICHes -
Hoffende - 27. April 09 - 11:51 Uhr
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